Portal » News » Keramik in Meißen - Schmuck in Birmingham

Keramik in Meißen - Schmuck in Birmingham

Erstes Deutsch-Englisches Schulprojekt beendet

Junge Schüler auf den Spuren der traditionellen Industrie

Der Kontakt zwischen der Freie Werkschule Meißen und der Ninestiles School in Birmingham existiert schon einige Jahre. Geknüpft hat ihn unsere Lehrerin Sylvia Berndt, die mehrere Jahre in Ninestiles unterrichtet hat, bevor sie an die Werkschule kam.

In den letzten Jahren gab es zwischen unseren Schulen lose Kontakte und Austausche im Rahmen von Schulprojekten. Mit dem COMENIUS-Projekt im Rahmen des EU-Programms für lebenslanges Lernen wird es nun möglich, ganze Klassen in den Genuss eines Schüleraustausches kommen zu lassen.

Anknüpfend an das Werkschulkonzept sollte es jedoch mehr als ein Sprachaustausch werden. Lehrerteams der Ninestiles School und der Werkschule entwickelten bei gemeinsamen Treffen die Projektidee: Die englischen Schüler sollten bei ihrem Aufenthalt in Meißen die traditionsreiche keramische Industrie und die Herstellung des berühmten Meißner Porzellans kennen lernen.

Die Werkschüler dagegen sollten Einblicke in die traditionelle Industrie in Raum Birmingham erhalten. Dort beschäftigt man sich seit Jahrhunderten mit der Metallwaren- und Schmuckherstellung. In beiden Fällen sollte das eigene praktische Tun im Vordergrund stehen.

Die englischen Austauschüler waren im Mai 2008 in Meißen. Besuche im Ziegelwerk Huber, bei Duravit Sanitärporzellan GmbH und in der Staatlichen Porzellanmanufaktur vermittelten den Schülern die Zusammenhänge von Werkstoff und Fertigung.

In den Räumen der Werkschule machten sie sich dann selbst an´s Werk. Unter Anleitung der Schulleiterin Silke Bönisch stellten sie ihr ersten eigenen Tonwaren her. Beim abschließenden Brennfest am Crassoberg wurden die Stücke in selbst gebauten Brennöfen über Nacht gebrannt. Am nächsten Morgen konnten die Schüler aus Birmingham ihre Werke in Empfang nehmen.

Die Klasse 7 der Freien Werkschule Meißen starteten am 23. Juni für 2 Wochen nach Birmingham. Sie kamen mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen und wunderschönen selbst gefertigten Schmuckstücken zurück.

Info:

COMENIUS ist der schulbezogene Teil des EU-Programms für lebenslanges Lernen, das von 2007 bis 2013 läuft und mit einem Budget von knapp 7 Milliarden Euro ausgestattet ist.

Bis zum Ende der Laufzeit des Programms sollen europaweit mindestens 3 Millionen Schüler an gemeinsamen Bildungsaktivitäten innerhalb von COMENIUS-Schulpartnerschaften teilnehmen.

Im Rahmen von COMENIUS-Schulpartnerschaften arbeiten die Partner für die Dauer von zwei Jahren zu eine selbst gewählten Thema von gemeinsamem Interesse zusammen und bekommen dafür Fördermittel von der EU.

Weitere Informationen unter http://www.kmk.org/pad/home.htm.