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Medienpädagogischer Preis für die Werkschule

Fake News Film gewinnt

Über den Film „Fake News“


Die Auseinandersetzung mit dem Phänomen "Fake News" ist ein wesentlicher Punkt bei der Entwicklung von Medienkompetenz. Nur durch bewusste Auseinandersetzung mit der Entstehung von Nachrichten, Filmen und Verbreitung von Informationen in sozialen Netzwerken, kann man überhaupt eine kritische Betrachtung der eigentlichen Inhalte durchführen. Die teilnehmenden Schüler erstellten mit Hilfe der Projektleiter eine qualitativ hochwertige Reportage, die darüber berichtet, dass "Gammadopin", ein neu entwickeltes Neurotrans-mitter-Medikament zur Steigerung der Leistungsfähigkeit, erfolgreich an den Schülern der 9. Klasse der Werkschule getestet wurde. Der fiktive Pharma-Konzern IPUTOX, der dieses Medikament entwickelt, übernahm angeblich die Schulgebühren der Probanden für ein Jahr. Dieser Test wurde nicht öffentlich bekannt gegeben, sondern nur in Absprache zwischen Konzern, Schule und Elternhäusern verhandelt. In der Reportage kommen Schüler, ein Referendar, ein Vertreter des Pharma-unternehmens und Eltern zu Wort – sie wurden alle von Laiendarstellern gespielt. Diese Reportage wurde anschließend als echter Tatsachenbericht bei Meißen TV gesendet und online über soziale Netzwerke verbreitet. Die Projektleiter werteten dann gemeinsam mit den Schülern die teils heftigen Reaktionen auf diesen Bericht aus. Die Schüler erhielten so Einblick in die Erstellung eines Films, von der Idee bis zur Umsetzung und arbeiteten aktiv vor und hinter der Kamera mit. Sie gewannen außerdem Einsichten in die Mechanismen der Gründe, Herstellung und Verbreitung von "Fake News". So entwickelten sie im Verlauf des Projekts ein Bewusstsein für die Macht der Montage von Bildern und darunter gelegten Kommentaren. In dem Film selbst wurden einige versteckte Hinweise, sogenannte "Easter Eggs", eingebaut, die den Film als Fake News entlarven können. Nach einer Woche „auf Sendung“ folgte dann ebenfalls auf Meißen TV die Auflösung als „Fake News“.