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Jahrgangsstufe 3

Von der Kleingruppe zur Jahrgangsgruppe

In der Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt entwickeln die Kinder Kompetenzen, sich differenzierter und bewusster in ihrer Umwelt zu bewegen und wahrzunehmen. Die Frage des "Was bin ich" und "Was kann ich" spielt eine zunehmende Rolle. Die Kinder beginnen selbstständig, Interessengruppen zu bilden oder starke und unzerbrechliche Freundschaftsbeziehungen aufzubauen. Erste Vorboten der Pubertät zeigen sich.

In dieser Zeit brauchen die Kinder verlässliche und authentische Partner, die ihnen in vertrauter Umgebung die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit eigenen und fremden Grenzen ermöglichen.

Dem gesteigerten Problembewusstsein und der Analysefähigkeit der Kinder kommen wir mit
komplexeren und vernetzteren Lernimpulsen und Forschungsthemen entgegen. Die Kinder kommen mit wissenschaftlicher Arbeitsweise in Kontakt. Unterrichtsgespräche erhalten zunehmend eine interaktive Struktur, in der sich die Kinder mit ihren individuellen Erfahrungen und spontanen Ideen einbringen.

Immer wiederkehrende Impulse zur kreativen Arbeit und Auseinandersetzung mit Sinneserfahrungen, wie Bildbetrachtungen, Musikerleben, Körpererfahrung ermöglichen es den Kindern, im starken Sog der Gruppe ihren Selbstkontakt zu festigen und zu wahren.

Die freie Aufgabenplanung im Rahmen von ca. 1 Woche ermöglicht es den Kindern, mehr und mehr die Verantwortung für den eigenen Wissenserwerb und die Qualität geleisteter Arbeit zu übernehmen.
Lernerfolge werden in Form von Kompetenznachweisen dokumentiert.
Konfliktlösungen und Problemdiskussionen, aber auch die Präsentation von Ergebnissen erfolgen
in der Gruppe, die zunehmend durch die Kinder selbst organisiert wird. Impulse der Kinder für die Gestaltung von Lernsequenzen und Forschungsthemen finden Berücksichtigung und Würdigung.