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K(l)eine Begegnung mit dem Ernst des Lebens

Willkommen in der Freien Werkschule Meißen

Der Übertritt in die Grundschule bringt für die meisten Kinder einen spürbaren Umbruch mit sich. Sorge dafür tragen in der Regel Kindertagesstätten, Großeltern, Eltern, aufnehmende Schulen. Oft hören die Kinder: "Na, nun bist Du bald ein Schulkind und der Ernst des Lebens beginnt." oder "Nun kannst Du bald etwas Richtiges lernen: Lesen, Schreiben und Rechnen zum Beispiel."

Wenn Kinder zu Schulkindern werden, vollziehen sie einen beachtlichen Kontextwechsel. Aus der behütenden Atmosphäre des Elternhauses und der Kindertagesstätten wechseln sie in neue Gruppen, müssen sich mit einer neuen Umgebung, anderen Wegen, anderen Bezugspersonen arrangieren. Übergangsrituale wie der Schulanfang können helfen, den Übergang anfangs so leicht und angstfrei wie möglich zu machen.

Der Kinderarzt, Entwicklungsspezialist und Publizist Remo Largo beschreibt die Entwicklung der Kinder in das Schulalter als einen fließenden und folgerichtigen Prozess, dem nur durch den strukturellen und institutionellen Wechsel in der Bildungslandschaft einiger Länder behindernde Momente in den Weg gelegt werden können. Sobald ein menschliches Wesen zu leben beginnt und später das Licht der Welt erblickt, beginnt es mit seiner Umwelt zu interagieren und diese zunehmend zu erforschen. Das spielerisch-forschende Erkennen der Welt und des Selbst sind die Triebkraft der persönlichen Entwicklung.

Wir versuchen Schule als die Fortsetzung eines längst begonnen Lernprozesses zu leben, als Raum für weiteres ungehindertes Wachstum der Persönlichkeit. Unsere Schule kann sich daher nur in sofern als Ernst des Lebens verstehen, dass sie die begonnen Entwicklungsprozesse ernst nimmt und sie weiter befördert. Dabei möchten wir dem natürlichen und reichlich vorhandenen kindlichen schöpferisch-kreativen-forschenden Potential Tür und Tor öffnen und Entwicklungsspielraum bieten.

Projekt „Inklusionsassistent“

Die Freie Werkschule Meißen nimmt an dem Programm "Schulinklusion" teil. Aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) werden über einen Zeitraum von 5 Jahren zwei Inklusionsassistenten gefördert. Sie unterstützen die Lehrer bei der individuellen Förderung der Schüler.